Tipps für die Dosierung von Glutamin und Glutamat

Glutamin ist vor allem in Form chemischer Verbindungen bekannt, die als Geschmacksverstärker dienen, den Glutamaten. Sowohl Glutamate als auch Glutamin erfüllen aber auch wichtige Aufgaben im menschlichen Organismus. Glutamat stand eine Zeit lang im Verdacht, für das sogenannte Chinarestaurant-Syndrom verantwortlich zu sein. Dies ist aber inzwischen widerlegt. Für die Glutamin Dosierung gibt daher auch die DGE keine Obergrenze an.

Was ist bei der Glutamin Dosierung zu beachten?



      

Glutamin entsteht aus Glutaminsäure durch die Bindung von Ammoniak. Mit dieser Reaktion ist Glutamin wesentlich am Ammoniakstoffwechsel und am Stickstofftransport zur Leber beteiligt. Es ist zudem der wichtigste Energielieferant für die Zellen der Darmschleimhaut. Dies führt auch dazu, dass mit der Nahrung aufgenommenes Glutamin zum großen Teil bereits in der Magen- und Darmschleimhaut verstoffwechselt wird und gar nicht erst in den Kreislauf gelangt (Quelle: Ernährungsmedizin: Prävention und Therapie* von P. Schauder). Eine Erhöhung des Glutamatspiegels im Blut ist daher nur bei einer hohen künstlichen Glutamin Dosierung zu beobachten. Der Glutaminbedarf steigt besonders bei physischen Stressbelastungen, wie sie schwere Verletzungen, Operationen oder Krebserkrankungen verursachen. Ein Glutaminmangel kann in diesem Zusammenhang die Barrierefunktion der Darmschleimhaut einschränken und Infektionen begünstigen (Quelle: Ernährung des Menschen*, von C. Leitzmann). Glutamate, die chemisch zu den Salzen der Glutaminsäure zählen, sind zudem wesentlich an der Informationsverarbeitung im Gehirn beteiligt. Eine Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit konnte allerdings, auch bei hohen Dosierungen von 40 g Glutamat pro Tag, nicht festgestellt werden.

Wann ist eine Glutamin-Supplementierung zu empfehlen?

Da Glutamin* nicht zu den essentiellen Aminosäuren zählt, ist der Körper weitgehend von einer Zufuhr unabhängig. Gesunde Menschen benötigen bei einer normalen Ernährung daher kein Glutamin. Eine glutenfreie Ernährung kann die Glutaminzufuhr verringern, da Glutamin ein wesentlicher Bestandteil des Glutens ist. Eine zusätzliche Glutamin Dosierung erscheint aber trotzdem vor allem in Ausnahmesituationen, wie zum Beispiel einer künstlichen, parenteralen Ernährung notwendig.

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