Wissenswertes zur Einnahme von Eisentabletten

Eisenmangel ist verbreitet. Etwa ein Viertel der Weltbevölkerung leidet darunter, in den Entwicklungsländern sogar jede zweite Frau.

Wer profitiert von der Eisentabletten Einnahme?

Die typische Patientin mit Eisenmangel-Anämie ist weiblich, entweder im gebärfähigen Alter oder sie erwartet ein Baby. Denn natürlich verlieren Frauen nicht nur durch die monatliche Regelblutung eine Menge an blutbildendem Eisen, sondern auch während der Schwangerschaft. Dank der empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wird Eisenmangel zumindest in Europa bei dieser Risikogruppe schnell entdeckt. Doch auch Senioren, Kinder und Jugendliche im Wachstum sowie Menschen mit Eisen-Resorptionsstörungen sind häufig von latentem Eisenmangel betroffen. Manche Vegetarier und Veganer nehmen mit der Nahrung nicht genügend Eisen auf. Sie alle könnten von regelmäßiger Eisentabletten Einnahme profitieren, doch leider gibt es Nebenwirkungen.

Was ist bei der Eisentabletten Einnahme zu beachten?



      

Schwarze Stuhlgänge sind zwar harmlos, verfälschen jedoch die Ergebnisse von Darmuntersuchungen, da Blut im Stuhl überdeckt würde. Häufig treten bei der Einnahme von Eisen auch lästige Begleiterscheinungen wie Bauchweh und Verstopfung auf. Menschen mit empfindlichem Magen und Verdauungsproblemen sollten Eisenpräparate daher zu den Mahlzeiten einnehmen. Diese sind dann besser verträglich, werden aber nicht so gut verwertet. Das kann man durch gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C z. B. mit einem Glas Orangensaft oder etwas Obst ausgleichen. Hans Weiß hält diese positive Wirkung der Ascorbinsäure für überschätzt. Wichtiger wäre, auf die Art des zugeführten Eisens zu achten. Eisen II Salze* werden vom Organismus gut verwertet, während dreiwertiges Eisen wirkungslos sein kann. Zudem wird die Wirksamkeit der Eisensalze durch gleichzeitige Einnahme von Calcium- und Magnesium-Präparaten, Salicylaten oder säurebindenden Mitteln gegen Sodbrennen herabgesetzt.

Wer nach der Eisentabletten Einnahme Brechreiz, starke Bauchschmerzen oder Durchfall bekommt, sollte das Präparat wechseln oder die Dosis reduzieren. Die Einnahme von Eisentabletten mit niedrigerem Wirkstoffanteil über den Tag verteilt, beugt Magen-Darm-Störungen vor. Da Eisen in körpereigenen Depots gespeichert wird, muss es nicht täglich eingenommen werden. Dr. Weiß empfiehlt im Medikamenten-Ratgeber “3 x täglich: Kritische Gebrauchsinformationen zu 11000 Arzneimitteln*” (Seite 204-207), die Blutwerte etwa drei Wochen nach Behandlungsbeginn kontrollieren zu lassen. Zudem warnt er vor leichtsinnigem Umgang mit eisenhaltigen Säften. Eisen-Präparate sind wie alle Arzneimittel kindersicher aufzubewahren. Zuviel Eisen führt bei Kleinkindern zu lebensbedrohlichem Blutdruckabfall und Schock.

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