Vitamin A und seine Bedeutung für die Augen

In reiner Form kommt Vitamin A nur in tierischen Lebensmitteln wie Leber, Nieren, Eier und Milchprodukten vor. Unser Körper stellt Vitamin A aus bestimmten Vorstufen selbst her. Dazu müssen genügend A-Provitamine (Carotinoide) mit der Nahrung aufgenommen werden. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind vor allem in orangefarbenen und roten Früchten enthalten sowie in dunklem Blattgemüse. Bei Tieren tritt Alpha-Carotin (Lutein) als gelber Farbstoff im Eidotter auf. Im menschlichen Auge kommen Lutein und Zeaxanthin als einzige Carotinoide vor.

Vitamin A und die Augen



      

In besonders hoher Konzentration sind Lutein und Zeaxanthin im sogenannten “gelben Fleck” (Macula) in der Mitte des Augenhintergrundes sowie in der Linse selbst enthalten. Wie Vitamin A kann der menschliche Körper pflanzliche Carotinoide nicht selbst herstellen. Sie müssen in ausreichender Menge mit den Lebensmitteln verzehrt werden, damit die Augen gesund bleiben und vor Grauem Star geschützt sind. Notfalls sollte ein bestehender Mangel nach ärztlicher Rücksprache über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden. Sinnvoll sind dabei Kombinationspräparate mit Vitamin B2 als Nährstoff für Hornhaut und Linse. Laut “Ärztebuch von der Heilkraft unserer Lebensmittel*” unterstützt eine Kombination der Carotine mit dem Spurenelement Zink ebenfalls den Vitamin A Augen-Stoffwechsel.

Vitamin A Augen und Makula-Degeneration

Das Pigment-Epithel schützt und ernährt die Sehzellen. Dazu braucht es eine große Menge an Lutein und Zeaxanthin, die freie Radikale unschädlich machen. Mit zunehmendem Alter wird der Abbau dieser aggressiven Substanzen erschwert und die Makula geschädigt. Im Interview mit dem Medizinportal “DocCheck” spricht Dr. Ulrich Schaudig von der Asklepios Klinik Barmbek über diese Makula-Degeneration (kurz “MD”). Er erläutert verschiedene Stufen der Erkrankung und schildert, welche Warnzeichen zu beachten sind. Eine beginnende Makula-Degeneration (trockene MD) macht sich zunächst durch verzerrtes Sehen (Wellenlinien) und Schwierigkeiten beim Lesen bemerkbar. Später werden beispielsweise die Umrisse einer Uhr nicht mehr wahrgenommen. Im fortgeschrittenen Stadium (feuchte MD) kommt es zu Einblutungen und irreparabler Zerstörung der Sehzellen. Dann helfen nur operative Eingriffe gegen die drohende Erblindung.

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