Knoblauch – Viele Möglichkeiten der Nutzung

Knoblauch ist in erster Linie natürlich durch seinen stark aromatischen Geschmack und als Gewürz in beinahe allen Landesküchen bekannt, doch hat auch zahlreiche andere Nebeneffekte auf die Gesundheit und gilt in vielen Kulturen als bewährte Medizin. Genutzt wird der Knoblauch schon sehr viel länger, als allgemein angenommen wird. Es wird geschätzt, dass der erste Knoblauch schon vor etwa 5000 Jahren in Zentralasien angebaut und genutzt wurde und sich von dort aus über die Zeit seinen Weg nach Europa bahnte.

      

Im alten Ägypten wurde er als heilige Pflanze verehrt.  Schon früh wurde erkannt, dass Knoblauch ein wirksames Mittel gegen Verdauungsstörungen, Infektionen und Atemwegserkrankungen ist. Im Mittelalter wurde er dann vor allem auch gegen Skorbut und gegen die Pest eingesetzt.

In der heutigen Zeit wissen wir, dass all diese positiven Auswirkungen größtenteils auf die Schwefelstoffe- und Verbindungen des Lauch Öls, dem sogenannten Allicin zurückzuführen sind. Diese können entgiften, Bakterien und Pilze abtöten und schützen die Gefäße. Wissenschaftlich bewiesen ist auch die positive Wirkung auf das Herz. Nach regelmäßiger Aufnahme von Knoblauch wurde eine deutliche Verbesserung des Cholesterinspiegels  und des Blutdrucks festgestellt.

Hinzu kommt die enorme Menge an Mineralstoffen, die im Knoblauch enthalten sind. Dazu gehören unter anderem Magnesium, Kalzium, Kalium, Vitamin C, Eisen und Zink. Ganz besonders für Veganer wie Daniel Negreanu oder Uma Thurman ist die erhöhte Aufnahme von Eisen und Zink durch Knoblauch ein guter Zusatz zu der gewohnten Ernährung , da durch eine vegane Lebensweise häufig weniger Eisen und Zink vom Körper aufgenommen wird als beim Verzehr von Fleisch und tierischen Produkten. Eisenmangel zeigt sich durch einen Sauerstoffmangel im Körper und führt häufig zu dauerhafter Müdigkeit und schneller Erschöpfung. Kommt dann noch ein Zinkmangel hinzu, wird das Immunsystem stark geschwächt und ist daher leichter angreifbar für Infektionen und zahlreiche Krankheiten. Nicht allen Menschen bekannt ist, dass Knoblauch in einigen Fällen sogar bei Krebs erstaunliche Wirkungen zeigte und sich sehr gut dazu eignet, den Darm zu desinfizieren.

Zunächst bietet sich natürlich die Möglichkeit den Knoblauch frisch zu verzehren. Dabei wird eine Tagesdosis von 1-2 Knoblauchzehen empfohlen. Oder man gibt den Knoblauch zu gekochtem Essen hinzu, wenn der Geschmack im Mund nicht ganz so intensiv sein soll. Verwendet man den Knoblauch zusammen mit Öl beim Kochen, steigert das noch seine Wirksamkeit.
Wenn jedoch der starke Geruch des Knoblauchs abschreckt, kann auch zu pulverisiertem Knoblauchextrakt greifen (oder Knoblauch Dragees*).

Wirkung Knoblauch: Sind Nebenwirkungen bekannt?



      

Bei einer Überdosierung von Knoblauch kann es zu einer Blutsenkung kommen. Auf keinen Fall sollte man Knoblauch in hoher Dosis, egal ob in frischer Form oder in Form von Präparaten, vor Operationen oder chirurgischen Eingriffen einnehmen oder wenn man unter Blutgerinnungsstörungen leidet. Knoblauch behindert des weiteren die Aneinanderlagerung von Blutplättchen. In seltenen Fällen kommt es auch zu Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen.

Im Allgemeinen ist die regelmäßige Aufnahme von Knoblauch in der richtigen Dosis zu empfehlen, wenn keine Überempfindlichkeit gegenüber der Pflanze besteht und man nicht an Blutgerinnungsstörungen leidet. Die Aufnahme von Knoblauch in seiner frischen Form gilt als die etwas wirkungsvollere gegenüber der von Knoblauch präparaten, da der Hauptwirkstoff des Knoblauchs Allicin eine sehr instabile Verbindung ist und jede Form der Weiterverarbeitung möglicherweise die Wirkungsweise des Allicins beeinflusst.

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